CBD

CBD - Cannabidiol

Freiverkäufliche CBD-Produkte werden in Deutschland immer beliebter. „Freiverkäuflich“ bedeutet, dass die Produkte ohne Rezept verkauft werden dürfen und keine Arzneimittel sind. Trotzdem gibt es einige offene Fragen, die in diesem Zusammenhang zu klären sind. Für Kund:innen und Apotheker:innen ist besonders die rechtliche Lage oft unklar. Grund hierfür sind die Wirkstoffe, die auch in Cannabis enthalten sind. Dennoch sind hierfür wichtige Unterscheidungen zu beachten. Die wichtigsten Informationen und Erkenntnisse dazu können Sie hier nachlesen.

Was ist CBD?

Cannabidiol (kurz: CBD) ist eines von vielen Cannabinoiden der Cannabispflanze. Zusammen mit Tetrahydrocannabinol (kurz: THC) sind diese die bekanntesten Cannabinoide. Dieses ist für seine psychoaktive und berauschende Wirkung bekannt. Im Gegensatz dazu soll CBD entzündungshemmend, entspannend und angstlösend wirken. Deshalb wird dieses als verschreibungspflichtiges Arzneimittel auch vermehrt bei bestimmten Formen von Epilepsie eingesetzt. Auch Rheuma, Angstzustände oder Schlafstörungen können damit behandelt werden. Freiverkäufliche CBD-Produkte hingegen weisen einen geringeren Wirkstoffgehalt auf und werden überwiegend im kosmetischen Bereich oder als Nahrungsergänzungsmittel verwendet. 

Einnahmeformen

Die Art der Einnahme bzw. Anwendung von CBD-Produkten ist abhängig vom jeweiligen Anwendungsbereich- und zweck. Zu den gängigsten Formen gehören:

  1. Öle in Form von Tropfen oder Kapseln
  2. Sprays, die durch Sprühstöße gut dosierbar sind
  3. Gele für Kosmetika
  4. Cremes für Kosmetika

Unterschied zu Medizinalcannabis

In dieser Unterscheidung sind einige Aspekte zu beachten, die für Kund:innen und Apotheker:innen relevant sind.

CBD-PRODUKTE

  • fallen nicht unter das Betäubungsmittelgesetz (kurz: BtMG)
  • freiverkäufliche Produkte
  • überwiegend als Kosmetika und Nahrungsergänzungsmittel im Einsatz
  • niedrig dosiert

MEDIZINISCHES CANNABIS

  • fällt unter das Betäubungsmittelgesetz (kurz: BtMG)
  • rezeptpflichtig
  • Therapieoption bei schweren Erkrankungen
  • hohe Dosierungen im Einsatz
CBD-Recht

Rechtliche Grundlage

Die rechtliche Situation ist in diesem Kontext nicht einfach zu verstehen und wird fortlaufend angepasst. Grundsätzlich gilt jedoch, dass CBD-Produkte unter der Einhaltung bestimmter rechtlicher Voraussetzungen freiverkäuflich sind. 

Da diese mit einem maximal zugelassenen THC-Gehalt von 0,2 % nicht psychoaktiv wirken, fallen sie auch nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Die Verarbeitung der zugelassenen Produkte ist dazu streng geregelt. Die Produkte dürfen beispielsweise nur bestimmte Samen enthalten. Außerdem müssen sie verarbeitet werden und dürfen nicht in Blütenform abgegeben werden. Dies soll garantieren, dass der festgelegte THC-Gehalt nicht überschritten wird und genau eingehalten werden kann.

Die Rechtsprechung zu dieser sensiblen Thematik ändert sich in Deutschland häufig und stellt die Hersteller, aber auch Apotheken vor große Herausforderungen. Die geplante Legalisierung von Cannabis in Deutschland könnte jedoch klarere und gleichbleibende gesetzliche Regelungen mit sich bringen.

CBD-Produkte in den MEDICON Apotheken

Einige MEDICON Apotheken versorgen Kund:innen schon länger mit medizinischem Cannabis. Sie erhalten aber auch freiverkäufliche CBD-Produkte bei uns. Diese erhalten Sie direkt bei uns in der Apotheke, aber auch über unseren MEDICON Online-Shop. Bei Fragen sind wir jederzeit gerne für Sie da!

Zur Übersicht aller CBD-Produkte Direkt zum Online-Shop 

Quellen
  1. Apotheke adhoc (2023). CBD: Wie ist eigentlich die rechtliche Situation?. Erhältlich von: https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/ [15.05.2023]
  2. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (2023). FAQ zu Cannabis als Medizin. Erhältlich von: https://www.bfarm.de/DE/Home/_node.html [15.05.2023]
  3. Barmer (2022). CBD-Öl, Hanföl und Hanfprodukte – sind sie gut für die Gesundheit?. Erhältlich von:https://www.barmer.de/ [15.05.2023]
  4. Kanzlei Kotz (2023). Ist Cannabidiol in Deutschland legal?. Erhältlich von: https://www.strafrechtsiegen.de/ [15.05.2023]